Grußworte 2009:
Grußworte der Organisatoren:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,
der Göttinger Förderverein der Zahnmedizin e.V. begrüßt Sie auch in
diesem Jahr herzlich zum mittlerweile traditionellen „7. Göttinger
Symposium der Zahnmedizin“.
Wir setzen damit die studentische Initiative fort, die für viele von
Ihnen schon zum festen Bestandteil des akademischen Lebens im Zentrum
ZMK in Göttingen geworden ist. Die hohen Teilnehmerzahlen – wir waren
fast immer bis auf den letzten Platz ausgebucht - sprechen für den
Erfolg der vorangegangenen Veranstaltungen und machen uns Mut für die
Zukunft. Für die Überbuchungen des letzten Jahres möchten wir uns an
dieser Stelle bei den betroffenen Kolleginnen und Kollegen entschuldigen
– wir feilen weiterhin an der Organisation!!
Mit dem diesjährigen Thema „Endodontologie“ haben wir ein seit einiger
Zeit immer wieder heftig diskutiertes Teilgebiet des Faches
Zahnerhaltung aufgenommen. Unsere Referenten aus Wissenschaft und Praxis
zeigen Ihnen Lösungen und Wege einer sinnvollen Verknüpfung bereits
etablierter sowie neuester Erkenntnisse auf diesem Gebiet. Für unsere
Studierenden und jungen Kollegen wie auch für langjährig etablierte
Praxen hoffen wir interessante Anregungen und Bestätigungen in ihrem
täglichen Bemühen um die Versorgung ihrer Patienten zu geben. Deshalb
haben sich in diesem Jahr in eigener Praxis niedergelassene Kollegen mit
besonderer „Liebe zur Endodontologie“ bereit gefunden bei uns zu
referieren. Darüber freuen wir uns und danken dafür.
Darüber hinaus möchten wir allen „ehemaligen Göttinger Studenten“, den
Freunden unseres Zentrums und den Kolleginnen und Kollegen unserer
Region ein Forum zur Begegnung und zum Austausch bieten. Für das bekannt
freundlich-fröhliche und vorweihnachtliche Ambiente werden wieder viele
Studierende aller Semester Sorge tragen, ohne die diese Veranstaltung
nicht denkbar ist.
Mit unserem bewährten Motto: „Die beste Vorsorge – der Dialog mit den
Profis“ möchten wir Sie auch in diesem Jahr einladen, mit unseren
Referenten und unter Kollegen den fachlichen Dialog zu führen.
Verschaffen Sie sich einen Wissensvorsprung.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Göttingen!
Das Organisationsteam
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Grußworte des Schirmherren:
Endo gut – alles gut?
Nicht erst auf der jüngsten IDS ist deutlich geworden, dass die
Endodontie ein Marktsegment mit nicht unerheblichem Wachstumspotenzial
darstellt. Ein umfassender endodontischer Einkaufsbummel dürfte für die
meisten Praxen kaum noch finanzierbar und durch Kassenendodontie schon
gar nicht refinanzierbar sein.
Aber nicht nur auf Seiten der
Industrie, auch auf Seiten der Kollegen ist ein wachsendes Interesse an
diesem Teilbereich der Zahnerhaltung zu erkennen, was sich in gut
besuchten Tagungen, Curricula und Fortbildungen sowie dem stetigen
Wachstum der endodontischen Fachgesellschaften deutlich manifestiert.
Da endodontische Behandlungen immer
einen bedeutenden Anteil der täglichen zahnärztlichen Arbeit ausmachen,
ist ein fundiertes Therapiekonzept, das differenziert auf die
unterschiedlichen, überwiegend bakteriell bedingten Erkrankungen der
Pulpa und des apikalen Parodontes ausgerichtet ist, für den
Therapieerfolg essentiell. Ein weitestgehend gesichertes Grundkonzept
für endodontische Maßnahmen liegt seit langem vor, umstritten sind
Feinheiten und unklar ist gelegentlich die Umsetzung in die Praxis.
Die Beiträge dieses Symposiums sollen
nicht die letzten Zipfelchen möglicher High-End- und
High-Tech-Endodontie beleuchten, sondern etwas mehr Licht in das Dunkel
der alltäglichen Kanalarbeit bringen. Präsentationen über die
Möglichkeiten und Grenzen der Vitalerhaltung und die Präparation der
Zugangskavität, über Kofferdam und die Schmerzbehandlung, über
Fülltechniken und die Behandlung kombinierter Endo-Paro-Probleme sind
nicht von rein akademischer Bedeutung, sondern beschäftigen uns jeden
Tag.
Ich hoffe, dass die eingeladenen
Referenten, überwiegend in der eigenen Praxis tätige engagierte
KollegInnen mit endodontischem Schwerpunkt, die Mehrzahl von ihnen mit
Göttinger Staatsexamen, Ihnen einige interessante Aspekte moderner
Endodontie nahe bringen, Ihnen Vor- und Nachteile neuerer Hilfsmittel
darstellen, Ihnen neue Tricks und Anregungen vermitteln und Sie zur
Nachahmung motivieren können.
Mit kollegialen Grüßen und den besten Wünschen für eine anregende und
zugleich entspannende Tagung
Ihr
M. Hülsmann
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Grußworte von
Dr. Michael Sereny (Präsident der Zahnärztekammer Niedersachsen):
Endodontie – so
spannend wie nie!
Sehr geehrte Damen
und Herren,
liebe Studierende,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
das diesjährige
Thema des Göttinger Symposiums der Zahnmedizin könnte aktueller und
passender nicht sein.
Kaum ein anderes
Teilgebiet der Zahnerhaltung wurde in den letzten Jahren so kontrovers
diskutiert wie die Endodontie. Fachliche und berufspolitische Aspekte
wurden nicht sauber voneinander getrennt, provokante Aussagen für eine
Polarisierung Praktiker gegen Hochschule, Generalist gegen Spezialist
missbraucht, Begriffe nicht eindeutig definiert.
Machen wir uns
nichts vor - die Endodontie steht am Ende einer Reihe von Misserfolgen.
Die Prophylaxe hat versagt, Füllungen, Kronen oder ein funktionierendes
Parodont konnten das Vordringen von Keimen nicht aufhalten. Nicht selten
bestehen akuter, ungeplanter Behandlungsbedarf, Schmerzen und der Wunsch
den Zahn zu erhalten, obwohl sich die Patienten vor der
Wurzelkanalbehandlung besonders fürchten. Unter diesen Bedingungen
stehen unterschiedliche Konzepte zur Verfügung, mehr oder weniger
wissenschaftlich oder empirisch abgesichert. Den Erfolg oder Misserfolg
aber beurteilen wir meist nur am Schatten, den unser Handeln auf Film
oder Sensor wirft. Reicht das?
Einfluss werden
künftig auch Fragen haben, die nicht nur von unserem Berufsstand
beantwortet werden können. Wenn die Rationierung medizinischer
Leistungen zunimmt, ist die Endodontie dann noch als Kassenleistung
vertretbar? Kann eine gewünschte Behandlung unter den bestehenden
Abrechnungsmöglichkeiten lege artis erbracht werden? Können aufwändigere
Behandlungen wirklich mehr Erfolg und Sicherheit liefern? Wie beurteilt
der Internist, Kardiologe oder Diabetologe den Einfluss von
endodontischen Behandlungen, die allein schon aufgrund der
Erreichbarkeit, der komplexen räumlichen Situation immer nur relativ,
nie absolut gelingen können?
Ich freue mich auf
diese Diskussion unter uns – dort, wo sie auch hingehört, ich freue mich
darauf, dass sich die Studenten als Organisatoren wieder hervorragend
präsentieren werden und wir uns keine Sorgen um unsere Nachfolge im
Beruf, der Wissenschaft und der Standespolitik machen müssen und ich
freue mich darauf, Sie wieder zahlreich in Göttingen begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen
Grüße
Ihr
Dr. Michael Sereny
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